Hohenstein Konzerte

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Kastelruther Spatzen

Die Kastelruther Spatzen sind eine Musikgruppe aus Südtirol auf dem Gebiet des volkstümlichen Schlagers, die von Karl Schieder gegründet wurde. Sie sind nach ihrem Heimatort Kastelruth benannt.

 

„Lass dir die Träume nie nehmen. Irgendjemand, der träumt sie mit dir.“
Und die Träume gehen weiter… Mit einem unerschöpflichen Vorrat an Edelmetall, 15 Millionen verkauften Tonträgern und 11 ECHOs im Gepäck verzaubern die Kastelruther Spatzen in ihrem 25-jährigen Musikerjahr ihre Fans mit einem Album, das die Erwartungen aller Kritiker und Fans übertreffen wird.
„Herz gewinnt, Herz verliert“ – die Liebe und ihre zwei (und mehr) Seiten: Sehnsucht, Geduld, Hoffnung, Verlangen, Schmerz, Stärke, Glück – all dies vereint das Album mit seinen 16 Tracks auf eindrucksvolle Weise. Musikalisch in Bestform werden die Südtiroler mit der unvergleichbaren ungebrochenen Popularität auch auf dieser CD die Herzen von zahlreichen Fans zu Tränen rühren und unendlich vielen Menschen dabei unvergessliche Stunden bereiten.

„Und wenn du mich zärtlich küsst, wird ein Märchen für uns wahr.“
Der Glaube an die ewige Liebe. Das Thema aller Themen zieht sich wie ein goldener Faden durch das ganze Album, was es zu einer Art Konzeptalbum macht. Dennoch hat jedes Lied – ganz in gewohnter Kastelruther Spatzen-Manier – seine ganz eigene Geschichte. „Mit diesem Album wollen wir unter der durchgehenden Leitlinie ‚Liebe‘ die zwei Seiten der Gefühlswelt eines jeden Menschen verdeutlichen. Man verliebt sich, man trennt sich. Herzen kommen – Herzen gehen. Herz gewinnt – Herz verliert. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich immer zuletzt. Es ist ein Album, das Mut macht, an das Schönste im Leben zu glauben und darauf zu vertrauen“, erklärt Norbert Rier die Intention des Albums.

„Doch ich spürte, sie wird geh’n und mein Herz muss das versteh’n“.
Menschliche Schicksale und ihre unterschiedlichen Wege werden in den Songs auf höchst feinfühlige Art und Weise vertont. Und auch aus den Songs, denen kein rein „fröhlicher Kontext“ inne wohnt, spricht stets ein trostreicher Gedanke, der Mut macht, nicht aufzugeben. In „Ich verneige mich“ geht es so um die Liebe einer Mutter zu ihrem behinderten Kind. Die Liebe zu ihrem Kind gibt ihr Energie und Kraft. „Dieser Titel gehört mit Sicherheit zu den stärksten des Albums“, antwortet Norbert auf die Frage nach persönlichen Songfavoriten. Der Song verdeutlicht, dass es die Mütter sind, die mit viel Geduld, Vernunft und Liebe versuchen, die Familie beisammen zu halten, auch wenn dies bedeutet, dass sie sich selbst und ihre Gefühle zurückstellen müssen: „Eine kleine Insel, die im Sturm des Lebens hält, ist die Familie, die viel mehr als alles zählt.“

„Es war ein Abschied, der kein Abschied bleiben muss.“
Denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Hoffnung ist auch der tragende Gedanke eines weiteren Höhepunktes auf dem Album: „Aus jedem Traum wird ein Stern“. Den Song, bereits mit Newcomerin Alexandra Lexer eingesungen, auch zusammen mit seiner liebreizenden Tochter Marion zu singen, war ein Herzenswunsch des Frontsängers und kann als besonderes Highlight des Albums verstanden werden. „Es ist immer was ganz Besonderes, mit einem jungen Familienmitglied Musik zu machen. So geben wir ihnen auch auf musikalischer Seite auf den Weg, was uns sehr am Herzen liegt“, so Norbert. Das wunderschöne Duett mit leisem Choreinsatz und strahlenden Bläsertönen schenkt die Kraft, mit Geduld und Glaube ‚Durststrecken‘ zu durchlaufen: „Es wird für dich Sterne regnen, einer davon trifft dein Herz.“

Sehr persönlich geht es mit „Das schönste Gold trag ich am Finger“ weiter. Ein Loblied auf die Silberhochzeit von Norbert mit seiner Frau Isabella. Die Bodenständigkeit des Musikers kommt hierbei auf besonders schöne und persönliche Weise zum Tragen. Was braucht man Reichtum und Macht, wenn man zusammen mit seiner Partnerin einen gemeinsamen Weg bestreiten kann, der einem wunderschönen Stunden beschert und in schwierigen Zeiten die Schulter stärkt? „Ich brauch zum Leben nicht viel, deine Liebe und dein Gefühl.“

„Und es kann ja sein, wenn die Sonne sinkt, dass sie meine Berge vermisst.“
Kein Spatzen-Album ohne die Berge. „Die Berge geben uns schon seit Anbeginn unsere Karriere viel Energie, Kraft und Mut. Hoch oben in den Berggipfeln ist es möglich, einfach mal abzuschalten und die Gedanken ziehen zu lassen“, erzählt Norbert. „Viele fragen uns, woher wir immer aufs Neue Ideen herzaubern. Die Natur trägt als Inspirationsquelle in jedem Falle einen wesentlichen Teil dazu bei.“ „Der Engel der Dolomiten“ ist in diesem Kontext ein wunderschönes Beispiel, dass die Kastelruther Spatzen immer wieder Einzelschicksale in ihrer Musik verpacken. Der Song – in erzählendem Charakter vorgetragen – handelt von einem Mädchen, dessen Lebenswunsch es ist, so hoch zu fliegen, wie kein Mensch zuvor. Ihr Wunsch, der Liebe Gottes möglichst nah zu kommen, ist größer als jede Warnung ihrer Freunde. „Sie stieg hoch und höher in den hellsten Sonnenstrahl, bis kein Auge sie mehr sehen kann.“ Der Song endet zwar auf tragische Weise, beschreibt jedoch gleichzeitig die Erfüllung eines Herzenswunsches. Während in diesem Song ein engelsgleicher Chorgesang im musikalischen Mittelpunkt steht, kommt bei „Dort oben, wo die Berge glüh’n“ besonders der typische Trompeten-Sound der Spatzen zum Tragen. Die Melodie stimmt den Zuhörer sofort ein und lässt keinen Platz für trübsinnige Gedanken; der Song ist ein Beispiel für das Talent der Musiker, Geschichten aus der Natur wunderschön in kleine Märchen zu verpacken

„Herz gewinnt, Herz verliert. Doch die Liebe triumphiert.“
Die Liebe geht somit als klarer Sieger aus dem Album hervor. Schon seit einem Vierteljahrhundert bescheren die Kastelruther Spatzen ihren Fans wunderschöne Musik. Doch wie sehen sich die Musiker selbst? Das Lied „Wir wollen keine Helden sein“ gibt Antwort und resümiert die Anfänge ihrer Karriere. „Dieser Song ist besonders unseren Fans, die uns seit dem ersten Ton an begleiten, gewidmet“, erzählt Norbert. „Wie wollen mit unserer Musik nicht als Weltverbesserer verstanden werden. Musik ist unsere Leidenschaft und wenn wir mit den Songs den Menschen Freude bereiten können, ist dies unser größtes Geschenk. „Solange wir so viele Freunde haben, ist es lange noch nicht vorbei. Wir wollen keine Helden sein…“

Das – man höre und staune – 33. Studio-Album überzeugt musikalisch wie textlich auf ganzer Linie. Es spiegelt passend zu einem besonderen Jubiläum eine besonders hochwertige musikalische Leistung wider. Das Album „Herz gewinnt, Herz verliert“ ist zweifellos ein fulminanter Höhepunkt des ersten Spatzen-Vierteljahrhunderts.

Würde man sieben Sterne am „Himmel der Volksmusik“ taufen, so würden sie ohne Zweifel die Namen: Norbert, Albin, Walter, Valentin, Karl, Kurt und Rüdiger mit Ehren verdienen. Zusammen sind sie die Kastelruther Spatzen. Sie stehen seit 26 Jahren für Musik, die über die Grenzen hinweg die Menschen – dank bereits 34 Alben – bewegt, begleitet und ihnen glückliche Momente schenkt. Sie stehen seit 26 Jahren für Erfolg, der in 12 ECHOs, 61 Mal Gold, 18 Mal Platin, sechs Mal Doppel-Platin und einmal Dreifach-Platin sowie zahlreichen anderen Musikpreisen wie der „Krone der Volksmusik“ gipfelt. Sie stehen seit 26 Jahren für Publikumsnähe und Bodenständigkeit, was sich durch ihre zahlreichen Tourneen, enge Fantreue und ihre lebensnahen Texte zeigt. Es ist ein gewisser Zauber, der von der Bühne ausgeht, sobald der erste Ton geblasen, der erste Ton über die Lippen des charismatischen Frontsängers Norbert Rier gekommen ist. Ihre Kraft, die Liebe zur Musik immer wieder neu zu entdecken, schenken ihnen die Fans, die Nähe der Berge, ihr Glaube und in diesem Jahr ganz besonders die Freude, festzustellen, dass sie 2009 ein ganz besonderes Jubiläumsjahr – 25 Jahre Kastelruther Spatzenfest – zu feiern haben. Mit ihrem neuesten musikalischen Baby „Ein Kreuz und eine Rose“ punkten die Kastelruther Spatzen wieder einmal mehr mit ergreifenden Texten, eingepackt
im typischen „Spatzen-Sound“. Eine erstklassige Produktion rundet das Meisterwerk ab. Zog sich bei „Herz gewinnt, Herz
verliert“ das _ ema Liebe noch wie ein roter Faden durch das ganze Album, so steht hier das _ ema der Versöhnung im Mittelpunkt.
„Zusammen gut auskommen, verzeihen, Toleranz zeigen – seinen eignen Sturkopf einfach mal beiseite lassen, all
das gehört zu einer Versöhnung dazu, die in allen Beziehungen ein wesentlicher Bestandteil sein sollte“, erhebt Frontsänger
Norbert Rier die Idee zum Leitmotiv.
Der Song „Sturm in den Dolomiten“ erzählt von einem Mann, der nach einem Streit mit seiner Frau in den Bergen verunglückt.
Die Trauer wird durch den Schmerz, sich nicht versöhnt zu haben, zusätzlich belastet. „Gehe nie im Streit. Sonst fehlt
dir zur Versöhnung vielleicht einmal die Zeit.“ So ehrlich, so wahr. Was für weitere Folgen keine Versöhnung mit sich bringen
kann, zeigt „Ein Kreuz und eine Rose“, die erste Single aus dem Album. Der Titel beschreibt die tragische Geschichte eines
Mannes, der rückblickend seine damalige Entscheidung, sein Haus und somit auch seine Frau zu verlassen, zutiefst bereut. Er
konnte sein Verlangen nach Freiheit seinerzeit nicht bändigen und verlor dadurch seine große Liebe: „Und das Kreuz bedeutet
Liebe, und die Rose, das war sie…“.
Nicht weniger ergreifend geht es mit „Jonas, das Blumenkind“ weiter. Der Titel – ein musikalisches Meisterwerk an Emotionalität
– wurde von Albin Gross auf Grundlage einer wahren Geschichte geschrieben. „Die geheimen Wünsche eines Kindes
zielen sehr oft auf das Bedürfnis ab, die Eltern zusammen glücklich zu sehen“, so Norbert Rier. „Ein geregeltes Familienleben
ist heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit mehr.“ In dem Song wünscht sich ein todkrankes Kind nichts sehnlicher, als
dass sich die Eltern noch vor seinem Tod das „Jawort“ geben.
Die Frage nach dem persönlichen Highlight auf dem Album ist für Norbert Rier einfach zu beantworten: „Eine Herde stolzer
Pferde!“ Und wieso? „Weil ich mich in dem Song absolut wiederfi nde“, erklärt Norbert Rier. Der Song transportiert die unschlagbar
gelassene Lebensfreude der Spatzen und zeigt, dass ihnen der ganze Ruhm in keinster Weise zu Kopf gestiegen ist.
Eine Herde stolzer Pferde
ist mein Königreich
und die kleine Hütte mein Palast.
Und das Edelweiß am Felsen
ist mein Diamant,
ich bin so stolz auf mein geliebtes Land.
Dieser schönen Beschreibung von Heimat und naturverbundener Lebenseinstellung ist nichts mehr zuzufügen.
Eine wirkliche Besonderheit auf dem Album „Ein Kreuz und eine Rose“ ist mit Sicherheit das Duett von Norbert Rier mit
Karel Gott „Das wirklich wahre Leben“ – eine Coverversion des Hits „When You Tell Me _ at You Love Me“ von Julio Iglesias
& Dolly Parton. Eine wunderschöne Ballade, die an Emotionalität und Romantik nicht zu toppen ist!
Für die Fans ist sicherlich wichtig, dass „Ein Kreuz und eine Rose“ auch wieder als Deluxe Edition im Handel erscheinen wird.
Die Bonus-CD „Kastelruther Weihnacht“ bietet dem Zuhörer neben alten Weihnachtsklassikern der Kastelruther Spatzen wie
„Eisblumen“, „Maria und Joseph in unserer Zeit“ oder „Stille Nacht, Heilige Nacht“ (mit persönlichen Weihnachtsgrüßen von
Norbert Rier) fünf brandneu produzierte Titel, die das Weihnachtsfest in eine ganz besonders besinnliche Stimmung versetzen
werden. Besonders hervorzuheben wäre hierbei „Draußen vor der Tür“ oder der von den Spatzen a cappella vorgetragene
traditionelle Titel „Ihr Hirten im Freien“. Allen neuen Weihnachtssongs hört man an, mit welcher Feinheit und Liebe zum
Detail sie entstanden sind.

 

Die Gruppe

Gegründet wurde die Band im Jahr 1975 durch die Musiker Karl Schieder, Walter Mauroner und Valentin Silbernagl, die bereits länger gemeinsam sangen. Kurze Zeit später traten Oswald Sattler, Norbert Rier, Anton und Ferdinand Rier zur Gruppe. Bereits 1977 verließ Anton Rier die Gruppe. 1980 löste Albin Gross Ferdinand Rier an der Harmonika ab. In dieser Formation erschien 1983 ihre erste Platte Viel Spaß und Freude. Dieses Jahr wird offiziell als Gründungsjahr angegeben. Der Titel Das Mädchen mit den erloschenen Augen wurde zum Hit und brachte gleich die erste Goldene Schallplatte.

Im Jahre 1986 schied Karl Schieder aus beruflichen Gründen aus. Seinen Platz belegte Karl Heufler. 1993 verließ Oswald Sattler die Gruppe, um eine Solokarriere zu beginnen. Ihn ersetzte Andreas Fulterer, der nach fünf Jahren ebenfalls für eine Solokarriere die Gruppe verließ. An seiner Stelle kam Kurt Dasser zur Gruppe hinzu.

Norbert Rier

Norbert Rier ist Sänger und Frontmann der Kastelruther Spatzen, geboren am 14. April 1960, verheiratet und hat vier Kinder. Er hat im Unterschied zu seinen Kollegen keine musikalische Vergangenheit. Norbert Rier stellte im Mai 2006 im Rahmen einer deutschen TV-Sendung erstmals seine Autobiographie vor.

Kurt Dasser

Kurt Dasser wurde am 8. Februar 1958 in Bozengeboren. Er ist von Beruf Mathematik- und Biologielehrer und arbeitete zwanzig Jahre in der Mittelschule von Kastelruth in seinem Beruf. Dasser ist geschieden und Vater eines Sohnes. Weil er neu hinzukam, wird er auch der „jüngste“ Spatz genannt. Er spielt Gitarre und singt die Zweitstimme.

Valentin Silbernagl

Valentin Silbernagl wurde am 18. Juni 1956 in Kastelruth geboren und ist von Beruf Landwirt. Seit 1982 ist er verheiratet und hat drei Kinder. Vor den Kastelruther Spatzen spielte er acht Jahre lang in der Musikkapelle Kastelruth.

Walter Mauroner

Walter Mauroner wurde am 20. Juni 1956 in Bozen geboren und ist von Beruf Karosseriespengler. Er ist seit 1984 verheiratet und hat zwei Kinder. Mauroner spielte vor den Kastelruther Spatzen 15 Jahre lang bei der Musikkapelle Kastelruth. Walter Mauroner ist Besitzer des Kastelruther „Spatzenladen“, eines Fanshops.

Albin Gross

Albin Gross wurde am 2. April 1955 in Kastelruth geboren und ist von Beruf Getränkegroßhändler. Er ist seit 1980 verheiratet und hat drei Töchter. Karl Schieder, der eigentliche Gründer der Kastelruther Spatzen, holte Albin Gross zur Gruppe. Dort spielt er Keyboard und Akkordeon und zeichnet für zahlreiche Lieder als Komponist und Texter verantwortlich.

Karl Heufler

Karl Heufler wurde am 23. September 1959 in Kastelruth geboren und ist von Beruf Kfz-Mechaniker. Er ist seit 1984 verheiratet und hat zwei Kinder. Heufler war vor den Kastelruther Spatzen bei der Musikkapelle Seis am Schlern und im Schlernsextett aktives Mitglied. Er wechselte 1986 zu den Kastelruther Spatzen, um Karl Schieder zu ersetzen.

Rüdiger Hemmelmann

Rüdiger Hemmelmann wurde am 13. März 1966 in Würzburg geboren, ist in Himmelstadt aufgewachsen und seit 1991 Schlagzeuger bei den Kastelruther Spatzen. Seine Stelle war zunächst lediglich als „Aushilfsjob“ für Live-Auftritte gedacht, um Norbert Rier zu entlasten. Jedoch hat er sich diese Position relativ schnell erkämpft. Hemmelmann ist Vater von zwei Kindern.

Laufbahn

Nach Veröffentlichung der ersten CD, die bereits vergoldet wurde, erschien in der Folgezeit fast jährlich eine neue CD, die sich fast ausnahmslos zu Bestsellern entwickelten. 1990 nahm die Gruppe für Deutschland beim Grand Prix der Volksmusik teil und siegte mit dem Lied Tränen passen nicht zu dir. Es folgten zahlreiche Hits und Auftritte in diversen Fernsehsendungen im gesamten deutschsprachigen Raum. Heute haben die Kastelruther Spatzen bereits über hundert Goldene Schallplatten. Sie ist die erfolgreichste deutschsprachige Gruppe des volkstümlichen Schlagers.

Tatsächliche musikalische Leistung

Die tatsächliche musikalische Leistung der Band ist umstritten. Sicher ist, dass sie bei Live-Auftritten (abgesehen von TV-Playback-Auftritten) live spielen. Jedoch wurde am 6. November 2012 bekannt, dass die Kastelruther Spatzen auf ihren Tonträger-Aufnahmen nicht selbst gespielt haben, sondern Studiomusiker engagierten, lediglich der Gesang von Norbert Rier sei echt gewesen. Dies erklärte der langjährige Produzent der Band Widmeier gegenüber der Bild. Nach Angaben der Zeitung habe Norbert Rier auf Nachfrage zugegeben, dass dies gemacht worden sei, „um Kosten zu sparen“ und „immer eine perfekte Produktion abzuliefern“.Dabei bleibt unklar, wie durch zusätzlich engagierte Studiomusiker Geld gespart werden sollte. „Der Erfolg der Band ist auf einem Riesenschwindel aufgebaut“, sagte Widemair.

„Auf den ersten 4 Alben haben wir ausschließlich noch selbst die Instrumente gespielt. Ab der fünften CD wurden dann professionelle Studiomusiker engagiert“, so Rier. Norbert Rier selbst habe am Anfang das Schlagzeug gespielt, das erklärte er in der Zeitung „Bild“. Laut Aussage der Kastelruther Spatzen soll Widemair sie dazu gedrängt haben, selbst in Studio nicht mehr zu spielen und die Studioaufnahmen professionellen Musikern zu überlassen, da seiner Ansicht nach die musikalische Leistung zu schlecht für Tonträger sei. Ein in Berlin aufgenommenes Live-Album war musikalisch so schlecht, dass neben der Stimme nur das Original-Schlagzeug verwendet werden konnte.Die Phono Akademie gab in einer Stellungnahme bekannt, dass eine Aberkennung der verliehenen Echos „im Zuge der aktuellen und zweifelhaften Berichterstattung […] nicht zur Debatte“ stehe.

Mord an Karl-Heinz Gross 1998

Am Abend des 6. März 1998 fand ein Lkw-Fahrer gegen 18.17 Uhr Karl-Heinrich Gross, den Bruder von Albin Gross und damaligen Manager der Kastelruther Spatzen, schwer verletzt auf einem Weg in einem MD Industriegebiet. Trotz Notoperation in der Universitätsklinik starb der 39-Jährige wenig später.

Bis heute sind die Umstände seines Todes nicht geklärt. Die Behörden gehen nicht von einem Unfall als einzige Todesursache aus. An Hinweisen mangelte es nicht: Nach Angaben des zuständigen Staatsanwalts wurden nahezu 500 Personen bei den Ermittlungen befragt, aber entscheidende Hinweise blieben aus.

Die Volksmusikgruppe hatte am Abend zuvor ein Konzert in der Stadt gegeben. Gross war danach allein in der Stadt zurückgeblieben, um die Reparatur eines Tourbusses abzuwarten. Am späten Nachmittag des 6. März 1998 verließ Gross nach Zeugenaussagen eine Autowerkstatt im Stadtteil Rothensee zu Fuß mit unbekanntem Ziel. Knapp anderthalb Stunden später wurde er mit schwersten Verletzungen an Kopf und Oberkörper auf der Zufahrtsstraße eines etwa drei Kilometer entfernten Betriebsgeländes gefunden.

Mangels unmittelbarer Augenzeugen untersuchten Rechtsmediziner und Sachverständige in mehreren Gutachten die Art der Verletzungen und die gefundenen Spuren. Ein Raubmord wird für unwahrscheinlich gehalten, da das Opfer rund 7000 Mark in bar bei sich trug. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft gilt als wahrscheinlichste Theorie, dass Gross zunächst von einem Jeep oder Lkw angefahren wurde. Zur Vertuschung des Unfalls sei das Opfer dann vermutlich mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf geschlagen und zu der Lagerhalle transportiert worden. Wie sich aus den rechtsmedizinischen Gutachten ergibt, wurden die Verletzungen am Rumpf mit großer Wahrscheinlichkeit durch das Überrollen mit einem Fahrzeug hervorgerufen. Zusätzlich führten mindestens zwei Schläge mit einem stumpfen Gegenstand zu mehreren Rissen der Kopfschwarte.

Eine Ermittlungsgruppe mit mehr als 20 Beamten – die Soko „Spatzen“ – wurde auf den Fall angesetzt. Es wurde in alle Richtungen ermittelt. Die Werkstattmitarbeiter gerieten ebenso ins Visier der Fahnder wie zwei junge Speditionsmitarbeiter, die als erste am Fundort waren. Die Verdachtsmomente erhärteten sich jedoch ebenso wenig wie bei Ermittlungen im persönlichen Umfeld des Getöteten. Ein Magdeburger Fanclub der „Spatzen“ geriet in Verdacht, weil ihm Ende 1997 der offizielle Status aufgrund des Verdachtes zu hoher Mitgliedsbeiträge entzogen worden war. Auch hier blieben die Nachforschungen ergebnislos. Die Nachstellung des Falls in mehreren Fernsehsendungen brachte keine neuen Spuren.

Der Bruder des Getöteten, Keyboarder Albin Gross, sagte nach der Tat in einem Interview, die Musiker hegten keinen Hass auf Ostdeutschland. Irgendwann wollten sie hier wieder auf Tour gehen. Dies tun sie mittlerweile wieder regelmäßig.

Norbert Rier:

Norbert Rier ist von Beruf Landwirt. Seit 1983 ist er mit Isabella verheiratet und hat vier Kinder. Er ist der Onkel der Skiläufer Peter Fill und Denise Karbon.

Rier hat mit seinen Kindern Lieder aufgenommen: Mit Marion Che bella la vita, mit Anna Mein Papa und ich, mit Andreas Im Himmel der Sehnsucht und mit Alexander Zwischen dir und mir. Auf dem Album Herz gewinnt Herz verliert (September 2008) ist Marion bei dem Lied Aus jedem Traum wird ein Stern mit dabei. Im Gegensatz zu seinen Kollegen hat er als Einziger keine musikalische Vergangenheit.

In seiner Freizeit betreibt Rier eine Haflingerzucht. Im Oktober 2006 veröffentlichte Norbert Rier seine Autobiographie. Das Album Immer noch wie am ersten Tag erschien im Oktober 2010. 2007 erhielt Rier das Verdienstkreuz des Landes Tirol.